Linux Umstieg Wie fange ich an

Der Umstieg von Windows nach Linux

Der Umstieg auf Linux kann eine spannende und lohnende Erfahrung sein, aber er erfordert ein wenig Vorbereitung und Verständnis. Hier sind die wichtigsten Schritte, die du befolgen kannst, um auf Linux umzusteigen:

1. Wähle eine Linux-Distribution (Distro)

Linux gibt es in vielen Varianten, die als "Distributionen" bezeichnet werden. Jede Distro hat ihre eigenen Merkmale und Zielgruppen. Einige der beliebtesten und benutzerfreundlichsten Distributionen für Anfänger sind:

  • Ubuntu: Sehr populär, einfach zu bedienen, gute Dokumentation und eine große Community.
  • Linux Mint: Basierend auf Ubuntu, aber mit einer benutzerfreundlicheren Oberfläche (Cinnamon).
  • Zorin OS: Einsteigerfreundlich, speziell für Leute, die von Windows umsteigen.
  • Pop!_OS: Eine benutzerfreundliche Distro von System76, die besonders gut für Entwickler und Gamer geeignet ist.

2. Erstelle ein Live-USB oder eine Live-DVD

Bevor du Linux installierst, kannst du die Distro deiner Wahl ausprobieren, ohne sie auf deinem Computer zu installieren. Dies erfolgt in der Regel durch das Erstellen eines "Live-USB" oder einer "Live-DVD":

  • Lade das ISO-Image der gewünschten Distribution von deren Website herunter.
  • Erstelle mit einem Tool wie Rufus (Windows) oder Etcher (Linux/Mac) ein bootfähiges USB-Laufwerk.
  • Starte deinen Computer neu und boote von diesem USB-Laufwerk, um Linux auszuprobieren.

3. Wähle die Installationsmethode

Wenn du sicher bist, dass dir die Distribution gefällt, kannst du mit der Installation beginnen. Du kannst die Installation direkt von der Live-Umgebung aus starten.

  • Die meisten Distributionen bieten während der Live-Sitzung einen Installationsassistenten an, der dich durch die Schritte führt.
  • Du kannst wählen, ob du Linux neben Windows (Dual-Boot) oder als alleiniges Betriebssystem installieren möchtest.

4. Partitioniere die Festplatte (falls notwendig)

Wenn du Linux neben Windows installieren möchtest, musst du deine Festplatte partitionieren. Viele Installationsprogramme bieten dafür eine benutzerfreundliche grafische Oberfläche.

  • Bei einer "Dual-Boot"-Installation wird der Installationsassistent dich auffordern, die Festplatte zu teilen. Du kannst auswählen, wie viel Platz für Linux und Windows reserviert werden soll.
  • Falls du Linux als einziges Betriebssystem verwenden möchtest, kannst du die gesamte Festplatte für Linux nutzen.

5. Installiere Linux

Der Installationsassistent führt dich durch den gesamten Prozess, einschließlich:

  • Auswahl der Zeitzone.
  • Auswahl der Tastaturbelegung.
  • Erstellen eines Benutzernamens und Passworts.
  • Installation des Bootloaders (GRUB), der es dir ermöglicht, beim Start zwischen Betriebssystemen zu wählen, falls du Dual-Boot verwendest.

6. Erste Schritte nach der Installation

Nachdem Linux installiert ist, gibt es einige wichtige Dinge, die du tun solltest:

  • System aktualisieren: Viele Distributionen bieten nach der Installation eine Option zum Aktualisieren des Systems. Es ist wichtig, dass du sicherstellst, dass alle Softwarepakete auf dem neuesten Stand sind.
  • Treiber installieren: In der Regel wird die meisten Hardware automatisch erkannt, aber bei bestimmten Geräten (wie Grafik- oder WLAN-Karten) musst du möglicherweise zusätzliche Treiber installieren.
  • Zusätzliche Software installieren: Je nach Bedarf kannst du Programme wie Webbrowser, Office-Anwendungen, Grafiksoftware und mehr installieren. Die meisten Distributionen bieten Software-Center, in denen du Programme einfach suchen und installieren kannst.

7. Lerne grundlegende Linux-Befehle

Linux ist stark von der Kommandozeile (Terminal) abhängig. Hier sind einige grundlegende Befehle, die dir helfen können:

  • ls: Zeigt die Dateien und Verzeichnisse im aktuellen Verzeichnis an.
  • cd: Wechselt das Verzeichnis.
  • pwd: Zeigt den Pfad des aktuellen Verzeichnisses an.
  • sudo: Führe einen Befehl als Administrator aus (wird häufig benötigt, um Systemdateien zu ändern).
  • apt update und apt upgrade (für Debian-basierte Systeme wie Ubuntu): Aktualisiert die Paketliste und installiert verfügbare Updates.
  • man [Befehl]: Zeigt die Manpage für einen Befehl (Hilfe).

8. Genieße die Freiheit von Linux!

Jetzt bist du bereit, Linux in vollem Umfang zu nutzen! Entdecke die vielen Möglichkeiten, die das System bietet. Du kannst anpassen, experimentieren und mit der offenen Community zusammenarbeiten.

 

weitere infos

 

Thema: Linux Beginner Tipps - Wo fängt man an?

Ratgeber: Umstieg: Von Windows auf Linux. So gelingt der Umstieg von Windows. 05.03.2001, 16:44 Uhr. So gelingt der Umstieg von Windows ...
www.pcwelt.de/start/software_os/linux/praxis/15868/umstieg_von_windows_ auf_linux/

Wie fange ich an?

http://www.ehmich.de/linux/

Meine 5 Tipps für Linux Einsteiger - Die hätte ich auch gern' gehabt! - Linux für Anfänger 2023

Youtube wie fange ich an

Lesestoff: http://wiki.ubuntuusers.de/Einsteiger 2

Wie fange ich an, Linux ?

http://www.wer-weiss-was.de/theme26/article4469003.html

 

Linux-Magazin

Open Source im professionellen Einsatz

IP-Insider | News | RSS-Feed

  • Okta erweitert Identity Security Posture Management um Agent Discovery
    Mit „Agent Discovery“ erkennt Okta KI-Agenten in nicht genehmigten Tools über „OAuth“-Zustimmungen im Browser. „Identity Security Posture Management“ zeigt Berechtigungen, weist Eigentümer zu und setzt Richtlinien für verwaltete Agenten.
  • Notepad++-Super-GAU: Wie das Admin-Tool zur APT-Waffe wurde
    Notepad++, als unverzichtbares „Schweizer Taschenmesser“ in fast jedem Admin-Toolkit und auf unzähligen Entwickler-Rechnern installiert, wurde in einer monatelangen Operation zum Einfallstor für staatliche Spionage und parallele Kampagnen organisierter Cyberkriminalität. In vielen Un­ter­neh­mens­netzen lauert jetzt eine persistente Bedrohung inklusive Backdoor.
  • Lokale Windows-Server aus der Cloud überwachen mit Azure Arc
    Lokale Server erhalten durch die Anbindung an Azure Arc eine einheitliche Monitoring-Struktur, die Azure Monitor für Metriken, Logs und Abhängigkeitsanalysen nutzt. Die folgenden Abschnitte beschreiben Architektur, technische Abläufe, Datenerfassung, Integrationsaspekte sowie Vorteile und Nachteile dieser Betriebsform.
  • NinjaOne bringt integriertes ITAM gegen Kosten- und Risiko-Blindspots
    Die Unified-IT-Operations-Plattform von NinjaOne bekommt eine integrierte IT-Asset-Management-Funktion (ITAM). Die Lösung verspricht Echtzeit-Einblicke über Hardware, Software und Geräte-Umgebungen – mit Blick auf Kosten, Sicherheit und Compliance.
  • Clear Disk Info – Tool für den Überblick über Speichermedien
    Clear Disk Info liefert einen kompakten Überblick über den Zustand angeschlossener Datenträger. Die Software wertet S.M.A.R.T.-Daten, NVMe-Health-Logs und weitere Kennzahlen aus und bereitet sie strukturiert auf. Ziel ist die frühzeitige Erkennung kritischer Abweichungen bei Hard Disks, SSDs und NVMe-Laufwerken.
  • Sopra Steria Next sieht 27 Prozent Einsparpotenzial bei Cloud-Kosten
    Der „CIO Compass 2026“ zeigt: IT läuft immer weniger über große Einmalinvestitionen, sondern immer mehr über laufende Cloud-Rechnungen. Mit FinOps, also wenn Finance und IT die Kosten gemeinsam und laufend im Blick behalten, lassen sich Ausreißer besser stoppen und KI-Kosten sauberer zuordnen.
  • Hybride Konferenzen – 360-Grad-Kamera setzt auf Ethernet
    Die „Meeting Owl 5 Pro“ lässt sich per USB anbinden und rückt mit Ethernet, Gerätekopplung und zentraler Verwaltung näher an klassische IP-Infrastrukturen. Owl Labs verfügt zudem Microsoft Device Ecosystem Platform (MDEP) und Teams-Zertifizierungen.