Wir thematisieren die wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik und zeigen Wege auf, wie man sich auch selbst mit Hilfe des Netzes für digitale Freiheiten und Offenheit engagieren kann. Mit netzpolitik.org beschreiben wir, wie die Politik das Internet durch Regulierung verändert und wie das Netz Politik, Öffentlichkeiten und alles andere verändert.
Fabian Grillo, der Vater von Pablo Grillo, auf einer Demonstration in Buenos Aires im März 2025. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / NurPhotoVor guten einem Jahr bohrte sich eine Tränengaspatrone in den Schädel des Fotografen Pablo Grillo. Der Polizist, der die Waffe abgefeuert hat, steht heute vor Gericht. Möglich war das nur, weil sich Freiwillige tagelang durch Videos gewühlt haben.
Josephine Ballon ist laut dem State Department Teil des "weltweiten Zensur-Industriekomplexes". – Alle Rechte vorbehalten: Sven SerkisDie USA belegten HateAid-Geschäftsführerin Josephine Ballon und ihre Kollegin mit Einreiseverboten – weil sie dabei helfen, EU-Gesetze gegen Plattformen durchzusetzen. Im Interview spricht Ballon über Einschüchterung, Angst vor Finanzsanktionen und die Notwendigkeit, sich von US-Digitalkonzernen unabhängig zu machen.
Karin Prien (CDU) auf der re:publica mit Moderatorin Geraldine de Bastion. – CC-BY-NC 4.0: netzpolitik.orgDie CDU will ein Social-Media-Verbot für Minderjährige, der Bundeskanzler hat dazu „Nein“ gesagt. Und die Familienministerin? Auf der Digitalkonferenz re:publica legt sich Karin Prien (CDU) nicht fest – und hält sich alle Optionen offen.
Mit der Demokratieförderung soll es bergab gehen, fürchten viele zivilgesellschaftliche Organisationen nach der Ankündigung von Bundesbildungsministerin Karin Prien. (Symbolbild) – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / Bernd ElmenthalerDeutschland braucht mehr Medienkompetenz und weniger Hass im Netz, beschwört eine politische Sonntagsrede nach der anderen. Trotzdem will Bildungsministerin Prien ausgerechnet solchen Projekten die Förderung entziehen. Wie passt das zusammen?
Karen Hao auf der re:publica 2026. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / MauersbergerAuf der re:publica kritisiert die Autorin Karen Hao die Macht und Rücksichtslosigkeit großer KI-Konzerne. Ihre dringende Warnung an die EU: Hört auf, den Ansatz der USA zu kopieren, und macht euch unabhängig von den Imperien des digitalen Zeitalters.
SI und Verfassungsschutz warnen vor gezielten Phishing-Angriffen über Messenger wie Signal. Staatliche Akteure nutzen keine komplexen Hacks, sondern gefälschte Support-Nachrichten und manipulierte QR-Codes. Die Vorfälle zeigen ein strukturelles Problem: Verschlüsselung allein macht Messenger nicht sicher. Entscheidend sind auch Identitätsprüfung, Metadatenkontrolle und eine souveräne Betriebsumgebung.
Zwei Sicherheitslücken gefährden derzeit ein breites Spektrum an Microsoft-Kunden. Während der Hersteller an einer Lösung für eine Cross-site-scripting-Schwachstelle im Exchange Server bastelt, können Angreifer die BitLocker-Verschlüsselung aushebeln.
Proprietäre Chats schaffen Abhängigkeiten. Der offene Matrix-Standard ermöglicht Selbsthosting, Interoperabilität und die Vernetzung staatlicher Systeme über Grenzen hinweg – ohne dominanten Anbieter.
Bei einem Cyberangriff auf die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftlichkeitsprüfung Niedersachsen (Arwini) könnten sensible Patientendaten betroffen sein. Unklar ist bislang, ob und in welchem Umfang Daten abgeflossen sind. Medienberichten zufolge geht es um mehr als 70.000 Datensätze.
Datensouveränität sei zum Schlagwort geworden, doch ein einheitliches Verständnis fehle, so Leonardo Boscaro, der Autor des Artikels. Entscheidend sei die operative Kontrolle über Datenplattformen in hybriden und regulierten Umgebungen.
NIS2 hat den rechtlichen Rahmen für Cybersicherheit verschärft, aber viele Unternehmen verharren in Papier-Compliance. Prozesse sind dokumentiert, Tools beschafft, aber Phishing-Angriffe und Fehlkonfigurationen gehören weiterhin zum Alltag. Echte Sicherheit entsteht erst, wenn Mitarbeitende unter realen Bedingungen sicherheitsgerecht handeln können.
Die beiden französischen Sicherheitsanbieter wollen mit einer gemeinsam entwickelten IPsec-VPN-Lösung Unternehmen und Behörden ansprechen, die souveräne Verschlüsselung benötigen. Der Vertrieb startet im zweiten Quartal 2026, eine ANSSI-Zertifizierung ist noch ausstehend.
Schwachstellen-Exploits sind laut dem neuen Verizon Data Breach Investigations Report (DBIR) 2026 erstmals der häufigste Einstieg in Unternehmensnetze, gestohlene Zugangsdaten verlieren an Boden. Gleichzeitig wachsen Ransomware und Lieferkettenrisiken, während KI bekannte Angriffstechniken industrialisiert. In Europa fallen die Muster anders aus als global.
Nvent präsentiert ein Liquid-to-Air-Sidecar (LTA), das Racks über einen geschlossenen Flüssigkeitskreislauf kühlt und die Abwärme über 14 Kühler an die Raumluft abgibt. Ohne Rückgriff auf das Gebäudewassersystem zielt die hybride Kühlung auf den Betrieb einzelner dichter KI-Racks auch in Bestandsrechenzentren.
Im Süden Finnlands entsteht ein weiterer Rechenzentrumsstandort. Der Baubeginn des Projekts in Liperi soll 2027 sein und markiert den nächsten Schritt einer breiten Nordic-Pipeline mit mehr als 1,3 Gigawatt geplanter Leistung.
Die eigene private Cloud auf der Basis von VMware/Broadcom ist die teuerste Alternative, die Unternehmen heute wählen können, so Simon Zass, Director Presales Infrastructure Services bei Syntax. Ist die Virtualisierungsoftware auszutauschen? Prinzipiell ja, aber aufwändig. Was wären die Vorteile einer „Syntax Enterprise Cloud“?