Wir thematisieren die wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik und zeigen Wege auf, wie man sich auch selbst mit Hilfe des Netzes für digitale Freiheiten und Offenheit engagieren kann. Mit netzpolitik.org beschreiben wir, wie die Politik das Internet durch Regulierung verändert und wie das Netz Politik, Öffentlichkeiten und alles andere verändert.
Der Betreiber von XVideos hat gegen die französischen Alterskontrollen geklagt. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / Pond5 ImagesDarf Frankreich im nationalen Recht festlegen, dass Pornoseiten das Alter ihrer Nutzer*innen prüfen müssen? Zwei Anbieter aus Tschechien klagten dagegen, der Europäische Gerichtshof formulierte Bedingungen.
Alexander Karp, Geschäftsführer von Palantir, im Januar 2026 in Davos. – CC-BY-NC-SA 4.0: World Economic ForumPalantir kassiert vor einem Handelsgericht in der Schweiz eine Niederlage. Der US-Konzern wollte nach kritischer Berichterstattung der „Republik“ eine Gegendarstellung erreichen. Das Gericht urteilte jedoch, dass die Darstellung der Tatsachen weitestgehend korrekt sei.
Im Gesundheitsausschuss wurde der Gesetzentwurf der Regierung auf Herz und Nieren geprüft. Und es blitzte Kritik auf. – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com: Danielle-Claude BélangerIm Gesundheitsausschuss des Bundestages musste die Regierung massive Kritik für ihren Entwurf des Medizinregistergesetzes einstecken. Er beschränke den Datenschutz, beschneide das Widerspruchsrecht und gefährde die Grundrechte der Patient:innen. Zuspruch gab es für einen Änderungsantrag der Grünen.
Am vergangenen Samstag sperrten Aktivist*innen einen rechten Youtuber (o.l.) von einer Anti-Überwachungsdemo in Berlin (o.r.) aus, dort fanden sich auch zahlreiche Papp-Kameras (u.r.). Zeitgleich lief eine Demo durch Kiel (u.l.).Deutsche Polizeien sollen uns mit KI überwachen. Lange blieb der Aufschrei aus, jetzt gab und gibt es in gleich vier Städten Demonstrationen dagegen.
Der Film als Montage. – Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com: Denise JansÄhnlich wie in Propagandafilmen wird heute daran geforscht, wie sich Werbebotschaften gut in KI-Suchen integrieren lassen. Mit Blick auf Google stellt sich die Frage, ob es da nicht einen harten Schnitt braucht.
Mit einem Notfall-Release schließt das Tor-Projekt die Kernel-Lücke Dirty Frag in Tails. Die Schwachstelle erlaubt einer Anwendung die Eskalation auf Root-Rechte und gefährdet im Extremfall die Anonymität des Nutzers. Für alle, die Tails für anonyme oder vertrauliche Kommunikation nutzen, ist das Update dringend.
Webseiten lahmgelegt, Patientendaten in Gefahr: Schleswig-Holsteins digitale Infrastruktur steht im Fadenkreuz internationaler Hackergruppen. Die SPD spricht von einer Verharmlosung durch die Landesregierung.
Cyberangriffe sind längst kein reines IT-Thema mehr, sondern ein Stresstest für die ganze Organisation. Wenn E-Mail, Messenger und Fileshares Teil des Angriffsvektors sind, fehlt dem Krisenstab die Bühne. FTAPI zeigt in fünf Schritten, wie Unternehmen eine Out-of-Band-Kommunikation aufbauen, die auch dann funktioniert, wenn die Produktivumgebung längst kompromittiert ist.
Kubernetes-Cluster lassen sich auf mehreren Ebenen analysieren, denn Konfiguration, Container-Images, Dateisystemrechte und RBAC-Rollen bestimmen gemeinsam die Sicherheitslage. Selbst ein lokaler Minikube-Testcluster offenbart dabei erhebliche Schwachstellen und Fehlkonfigurationen. kube-bench und Trivy machen diese Risiken systematisch sichtbar und liefern die Grundlage für gezielte Härtungsmaßnahmen.
Immer mehr Kliniken sind vom Cyberangriff auf den Abrechnungsdienstleister Unimed betroffen. Der Landesdatenschutzbeauftragte in Baden-Württemberg ist alarmiert; der Dienstleister entwarnt.
Quantum-Readiness ist keine Zukunftsfrage mehr, denn Angreifer sammeln heute bereits verschlüsselte Daten für die spätere Entschlüsselung mit Quantencomputern. Sicherheitsarchitekturen werden für zehn Jahre und mehr geplant und müssen dieses Risiko heute einkalkulieren. Hybride Post-Quantum-Kryptografie zeigt, wie das gelingen kann.
Eine vier Jahre alte Linux-Kernel-Lücke in cgroups v1 wird aktiv ausgenutzt, bestätigt die US-Behörde CISA mit der Aufnahme in ihren KEV-Katalog. Der Fehler erlaubt Angreifern den Ausbruch aus Containern und Root-Zugriff auf den darunterliegenden Host. Ungepatchte Produktivsysteme mit cgroups v1 sind unmittelbar gefährdet.
Die Schwachstelle CVE-2026-28318 in SolarWinds Serv-U lässt sich ohne Authentifizierung per POST-Request ausnutzen und stürzt den Dateiserver ab. CISA hat die Lücke als aktiv ausgenutzt in ihren KEV-Katalog aufgenommen und setzt US-Behörden eine Patchfrist bis zum 19. Juni 2026.
Mit zwei Transformatoren à 185 MVA baut Virtus die Energie-Infrastruktur seines Rechenzentrumscampus in Wustermark aus. Die Anlage ist auf einen späteren Ausbau über die geplanten 300 MW hinaus ausgelegt.
Nvidia dominiert den Markt für Datacenter-GPUs mit einem Anteil von rund 80 Prozent. Derzeit sieht es nicht danach aus, dass Konkurrenten wie AMD und Intel sowie die Hyperscaler mit eigenen KI-Prozessoren viel daran ändern können. Denn der Riese macht weiter Tempo.
Die Gemeindevertretung von Birstein hat ein Bürgerbegehren gegen das geplante Rechenzentrum „Frank Cube“ abgelehnt. Das Projekt der Argaman Group mit 200 Megawatt IT-Leistung bleibt damit zunächst in kommunaler Hand.