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137 Schwachstellen und vier wurmfähige Netzwerk-Anfälligkeiten
Microsoft liefert im Mai 2026 ein umfangreiches Patch-Paket mit 137 neuen CVEs aus. Davon erscheinen 30 Einträge als kritisch und 104 als wichtig. Keine Sicherheitslücke steht zum Zeitpunkt der Freigabe unter aktivem Angriff, keine gilt als öffentlich bekannt.
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Session-Token-Diebstahl macht MFA wirkungslos
Laut Cloudflare Threat Report 2026 zielen Angreifer immer seltener auf Passwörter, sondern auf aktive Session-Tokens. Infostealer wie LummaC2 extrahieren diese direkt aus dem Browser und ermöglichen so die vollständige Übernahme verifizierter Sitzungen. MFA schützt zwar den Login, aber nicht die laufende Verbindung. Der Report zeigt, dass nur kontinuierliche, kontextbasierte Autorisierung dieses Risiko adressiert.
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Wachsendes Vertrauen in Agentic AI
Agentic AI findet in der Cybersicherheit schnell Verbreitung, doch trotz hoher Akzeptanz besteht laut Ivanti ein Reifegradsdefizit. Es fehlen geeignete, risikobasierte Messgrößen für sichere Entscheidungen.
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Cyberangreifer erbeutet Millionen Schülerdaten
Der Canvas-Anbieter Instructure hat einen Cybersecurity-Vorfall bestätigt. Ein Angreifer konnte sich unbefugten Zugriff auf interne Systeme verschaffen und hat dabei möglicherweise Daten von Schülern, Studierenden und Lehrkräften entwendet.
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Einsatz von Schwachstellen-KI zu riskant?
Ein neues KI-Modell zur Suche nach Software-Schwachstellen sorgt für Aufsehen. Inzwischen stellen sich viele Verantwortliche Fragen, was das Antropics KI-Modell Claude Mythos für die nationale und europäische Sicherheit bedeutet.
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MFA in Active Directory umsetzen und im Betrieb absichern
Active Directory bildet den Kern vieler Identitätsinfrastrukturen, stellt aber keine native Multifaktor-Authentifizierung (MFA) für klassische Kennwortanmeldungen bereit. Der Schutz privilegierter Konten erfordert alternative Konzepte von Smartcard-Anmeldung über Endpunkt-Erweiterungen bis hin zu vorgelagerten Identitätskontrollen.
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Schnelle Wiederherstellung und die Weiterentwicklung der Regeln für die IT-Architektur
Jahrzehntelang folgten Infrastrukturteams einer strengen Regel: Backup- und Produktionsdaten dürfen niemals auf derselben Hardware gemischt werden. In der Vergangenheit war dies sowohl aus Gründen der physischen Sicherheit als auch der Leistung notwendig. So blockierten Backup-Prozesse oft die Ressourcen, die eigentlich für den Live-Betrieb von Hochleistungsanwendungen benötigt wurden.
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Third-Party-Risiken werden systematisch unterschätzt
Cyberkriminelle kompromittieren gezielt Dienstleister und IT-Partner, um über Umwege in die Systeme ihrer eigentlichen Ziele vorzudringen. 2025 verzeichneten laut Branchenanalysen 97 Prozent global agierender Unternehmen Betriebsstörungen durch Supply-Chain-Angriffe. NIS-2 und DORA machen Third-Party-Risikomanagement deshalb zur Pflicht auf Führungsebene.