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  1. Samsung hat sein Security-Bulletin für Juni 2026 veröffentlicht. Der Hersteller verteilt wichtige Sicherheitspatches für zahlreiche Galaxy-Geräte.
  2. Angreifer haben es auf eine Schwachstelle in Oracles WebLogic-Server abgesehen. Sie erlaubt die volle Kompromittierung der Instanz.
  3. Der US-Bundesstaat Florida betritt juristisches Neuland mit einer Klage gegen die KI-Firma OpenAI. Er wirft ihr vor, ChatGPT-Nutzern Sicherheit zu versprechen.
  4. Google hat zahlreiche Softwareschwachstellen in verschiedenen Android-Versionen geschlossen. Es kann Schadcode auf Geräte gelangen.
  5. Google hat eine weitere Beta für Android 17 veröffentlicht. Das Update auf Beta-Version 4.1 dürfte die letzten Bugs vor dem erwarteten Release ausbügeln.

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  • „Schatten-KI“ ist eine Gefahr für Unternehmensdaten
    Nicht nur für Big-Data-Plattformen stellt die wachsende Verbreitung von Schatten-KI (Künstliche Intelligenz) eine erhebliche Bedrohung für die Sicherheit und Integrität dar. Schatten-KI beschreibt die eigenmächtige Nutzung von Anwendungen der Künstlichen Intelligenz durch Mitarbeiter, ohne dass diese von der IT-Abteilung autorisiert oder überwacht wird. Das führt zu gravierenden Sicherheits- und Compliance-Risiken.
  • Windows Server 2016 wird 2027 zur Sicherheitslücke
    Am 12. Januar 2027 endet der erweiterte Support für Windows Server 2016 und Windows 10 Enterprise LTSC 2021 gleichzeitig. Beide Plattformen er­hal­ten danach keine Sicherheitsupdates mehr, offene Schwachstellen bleiben dauerhaft ungepatcht. Daraus ergibt sich unmittelbarer Handlungs­bedarf für Betrieb, Planung und Migration auf aktuelle Plattformen.
  • BSI gibt Messenger Wire Bund für Verschlusssachen frei
    Das BSI hat dem Messenger Wire Bund die Zulassung für Daten der Ein­stu­fung „VS-nur für den Dienstgebrauch“ erteilt. Bundesbehörden dürfen die Lösung damit für klassifizierte Kommunikation auf eigener Infrastruktur einsetzen. Die Freigabe ist bis Ende 2028 befristet, unter anderem, weil Post-Quanten-Verfahren noch fehlen.
  • Security braucht Governance, nicht noch mehr Tools
    Unternehmen investieren massiv in Security-Technologien, Prozesse und Teams, aber Risiken bleiben bestehen, weil Daten, Zuständigkeiten und Entscheidungswege nicht systematisch gesteuert werden. Ohne Transparenz darüber, welche Daten wo verarbeitet werden, bleibt Cybersicherheit reaktiv und fragmentiert. Data Governance schafft die Grundlage, auf der Security-Maßnahmen erst gezielt wirken können.
  • Kritische Authenticator-Lücke er­mög­licht Kontoübernahme ohne Exploit
    CVE-2026-41615 erlaubt Angreifern, den Microsoft Authenticator über eine manipulierte OAuth-Anfrage zur Token-Weitergabe zu verleiten. Ein Nutzer­klick genügt, kein Exploit ist nötig. Mit dem gestohlenen Token über­neh­men Angreifer das Arbeitskonto. App-Updates für Android und iOS stehen bereit.
  • EchoCreep und GraphWorm verstecken Angriffsbefehle in Cloud-Diensten
    Die China-nahe APT-Gruppe Webworm erweitert ihr Backdoor-Arsenal um EchoCreep und GraphWorm. Beide tarnen ihren Steuerverkehr in legitimen Cloud-Diensten, EchoCreep über Discord, GraphWorm über die Microsoft Graph API. Sicherheitsforscher dokumentieren zudem eine Verlagerung des Aktionsradius von asiatischen Zielen auf Regierungsbehörden in Europa.
  • Cybersecurity-Fachkräfte händeringend gesucht
    Der Fachkräftemangel in der Cybersicherheit wird durch den bevorstehenden Ruhestand erfahrener Experten massiv verschärft. Warum das besonders in Deutschland ein Problem ist.
  • Compliance braucht Detection und Response, kein SOC
    NIS2, DORA und CRA verlangen Detection und Response als Fähigkeit, aber kein Security Operations Center. Im Gesetzestext steht das nirgends, im An­ge­bot jedes MSSP schon. Daniel Thomas Heessel, CISO des Jahres 2026, zeigt was Regulatorik wirklich fordert und welches Betriebsmodell wirklich passt.